Rückblick 2008
Traditionelles Adventstreffen im Kloster Langwaden
Datum: 06. Dezember 2008
Dauer:
Die Dezemberveranstaltung der Priorate Aachen und Köln im Zisterzienserkloster Langwaden, die traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkapelle begann, entwickelt sich mehr und mehr zu einem renommierten Treffpunkt, an dem auch Vertreter internationaler Templerorganisationen teilnehmen.
Großprior Joachim Freund begrüßte die mehr als 100 Teilnehmer. Er bedauerte, dass etlichen Personen aus Platzgründen abgesagt werden musste und stellte neben dem Schriftsteller Franjo Terhardt, dem Staatsanwalt Johannes Mocken und Oberstleutnant Armin Peter insbesondere den Hausherrn Pater Prior Bruno, Erzbischof George Papathanasiou (ORCC), den polnischen Generalkonsul Andrzej Kaczorowski, Gert-Friedrich Prinz von Preußen und die Ehrendame unserer Ordensgemeinschaft, die stellvertretenden Bürgermeisterin Angelika Quiring Perl vor.
Neben verschiedenen Hinweisen und der Aufforderung, stets geschwisterlich mit einander umzugehen, endete seine Eingangsrede mit den Worten:“ Probate spiritus si ex Deo sunt“ (Prüfe den Geist, ob er von Gott kommt). fürwahr für machen nachdenkenswert! Pater Prior konnte sich über eine stattliche Kollekte freuen, die ihm von unserem Großprior überreicht wurde. Ein Herzenswunsch bekam Madelene Eifert erfüllt. Sie wurde Ehrendame im Priorat Köln. Neben der entsprechenden Urkunde bekam Sie von unserem Großprior ein Medaillon mit dem Templeremblem überreicht. Erzbischof Dr. George Papathanasiou und Gert-Friedrich Prinz von Preußen erhielten von Dame em. Angelika Quiring Perl je einen Bildband über Neuss als Gastgeschenk.
Natürlich wurde es wieder sehr spät und die Gespräche zogen sich hin. Aber auch dieser Umstand wurde von dem rührigen Team um Geschäftsführer Andre Heister hervorragend gemeistert.
GMC in Rom
Datum: 15. November 2008
Dauer:
War das Wetter am Donnerstag noch angenehm und so richtig italienisch und konnten die „Nichtoffiziellen“ sich an einem schönen Ausflug in die bergigen Landschaft rund um Fiuggi und dem Besuch einer Burg erfreuen, schüttete es am Freitag beinahe ununterbrochen. Für die Offiziellen war es in der Tat ein Arbeitstag, der ohne Bedauern voll genutzt werden konnte. Der Vertreter des OSMTH Deutschland e.V. konnte die zuvor mit den übrigen Mitgliedern der Ordensregierung festgelegten minimalen Zugeständnisse, sofern überhaupt nötig, einfordern und auch durchsetzen. Seine Sach- und Fachkunde war auch noch Gesprächsthema an den nächsten Tagen. Das Großpriorat Deutschland wurde vielfach ob seiner konsequenten Umsetzung der großen Richtlinien des OSMTH gelobt und als Beispiel hingestellt. Beispielhaft sei auch die konsequente Einhaltung der demokratischen Regeln, die sich die Tempelritter seit Alters her auferlegt haben. Neben vielen persönlichen Gesprächen mit unseren anwesenden Ordensmitglieder wurden auch internationale Freundschaften wieder aufgefrischt und vertieft. Die wesentlichen Ergebnisse hier in Kürze:
Ordensdame Prinzessin Elisabeth ist nun „königlicher Patron“ des OSMTH International:
Royal Patron of the Order Prinzess Elisabeth von Ysenburg und Büdingen, Prinzess von Holstein, Sonderburg and Glücksburg
Religiöser Patron ist der Metropolit der russ. orth. Kirche Theodosius
Sitz des Ordens ist Jerusalem (Unser Büro ist neben der evangelischen Kirche, hier wird auch eine Auflistung der Damen und Ritter unseres Ordens fortlaufend geführt und aktualisiert, ebenso eine Liste „In memoriam“ für die Verstorbenen Mitglieder, für die regelmäßig ein Gebet gesprochen wird).
Vom König von Jordanien wurde uns ein Grundstück geschenkt mit dem Recht, darauf eine christliche Kirche und ein Pilgerhotel zu bauen. Dieses Grundstück liegt direkt am See Genezareth und an dem Ort, an dem nach christlichem Glauben Jesus getauft wurde. Ein Konzept wird zur Zeit erarbeitet.
Die Stimmengewichtung „One Country one Vote.“ wurde ausdrücklich bestätigt, auch die Amtszeit der Ordensleitung von drei Jahren mit der Möglichkeit einer Wiederwahl.
In der Alatri Kirche erhielt unser Grand Commander, nachdem die Würden an die Postulanten, Damen und Ritter vergeben waren, eine besondere Würdigung durch einen Vertreter des italienischen Königshauses (Savoyen) in Form eines Titels dieses Könighauses für seine Verdienste.
Das Galadinner im Palazzo della Fonte war in der Tat ein krönender und würdiger Abschluss, der seines Gleichen nicht so schnell findet.
Alles in allem eine gute und in sich geschlossene Veranstaltung, für die wir alle an erster Stelle dem Großprior von Italien, Chev. Stelio Venceslai danken.
Gedenkfahrt zur Erinnerung der Deportation Bremer Juden nach Minsk
Datum: 02. November 2008
Dauer: 5 Tage
An der Gedenkfahrt zur Erinnerung der Deportation Bremer Juden nach Minsk, vom 2. bis zum 7. November 2008, veranstaltet von der Landeszentrale für politische Bildung in Bremen nahm auch eine Delegation der Komturei Rotenburg und des Hauses Bremen (istn) teil. Untergebracht waren die Teilnehmer im Hotel IBB Minsk (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk). Dort wurden sie von dem Deutschen Botschafter Dr. Gebhard Weiss über die momentane politische und wirtschaftliche Situation in Belarus unterrichtet. Die Teilnehmer ließen durch ihre Fragen ihr spezielles Interesse an der heutigen Situation in Belarus erkennen.
Tags darauf wurde die „Jama“ (russisch = Grube) besucht. Dieses Massengrab liegt auf dem Gelände des Ghettos Minsk, in dem die Opfer des Pogroms vom 2/3. März 1942 verscharrt wurden. Unsere Delegation legte an dem von jüdischen Überlebenden 1948 an dieser Stelle errichteten Obelisken zum Gedenken ein Blumengesteck im Namen des OSMTH nieder.
Neben der Enthüllung einer (Ersatz-) Gedenktafel, die der örtliche Rabbiner und eine Zeitzeugin begleitete, wurde auch die jüdische Reformgemeinde von Minsk besucht, die die heutige Situation der in Minsk lebenden jüdischen Bürger in ihrer neuen Synagoge darstellte.
Die Komturei Rotenburg stiftete dem Bildungswerk den Restbestand des Buches „Schimmer vom Gedächtnis“ von Michail Trejster zur Unterstützung ihrer Arbeit und für ihre Bibliothek.
Besonders beeindruckend war der Besuch der Gedenkstätte in Chatyn (Gedenkstätte für die 186 während des Krieges vernichteten und nicht wieder aufgebauten belarussischen Dörfer). Die Einfachheit und die Stille, nur unterbrochen von dem regelmäßig alle 30 Sekunden sich wiederholendem monotonen Klang einer Glocke, war für die Teilnehmer sehr bedrückend. Das Dorf Chatyn wurde am 22. März 1943 durch ein Kommandounternehmen vernichtet. Lediglich vier der 149 Einwohner überlebten. Es war der Schmied Josif Kaminskij sowie drei Kinder.
Die Komturei Rotenburg hat es übernommen, für einige der überlebenden Opfer ein monatliches Unterstützungspaket zu finanzieren.
Dem Veranstalter wurde zum Abschluss für die sensible Handhabung und für die Professionalität des gesamten Ablaufs gedankt.
Aktionstag der Komturei Viersen
Datum: 14. September 2008
Dauer:
Am 14.09.2008 konnte die Komturei Viersen 260,--€ an den Kinderschutzbund Viersen übergeben, die anlässlich des traditionellen Büchermarktes in Viersen von den Mitgliedern des Templerordens durch den Verkauf von Büchern eingenommen wurden.
Vortrag in Langwaden
Datum: 11. September 2008
Dauer:
Viele waren der Einladung gefolgt, vielen war das Thema um § 166 Strafgesetzbuch einfach sehr wichtig, hatten sie doch noch alle die Strafanzeige gegen „Madonna“ im Sinn, die letztlich eingestellt werden musste. Staatsanwalt Johannes Mocken, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, erklärte aus juristischer Sicht warum und er erläuterte den vorgenannten Paragraphen, sowie die Schwierigkeiten damit umzugehen. Zu unterschiedlich sind die Empfindungen der Menschen, zu gespalten die Meinung zu den Themen, als dass es einer Staatsanwaltschaft je gelingen könnte, es allen betroffenen Seiten recht zu machen.
Immer um Objektivität bemüht, immer mit dem Blick auf das Wesentliche und Machbare, versucht die Staatsanwaltschaft auch immer, Mittler zwischen den betroffenen Parteien zu sein. In seiner ruhigen und präzisen Art erreichte er schnell das Auditorium und es entstand ein lebhafter Meinungsaustausch, der auch schnell die Grenzen des Machbaren aufzeigte. Hier präsentierte sich eine kompetente Person und ein Mensch.
Vieles wurde am Ende aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen, obwohl auch ein Unbehagen ob der vermeintlichen „Ohnmacht“, blieb weil es sehr schwer ist, Beschimpfungen von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen verfolgen zu lassen.
8. Konzil GP Deutschland und 5-jähriges Bestehen der Komturei Landshut
Datum: 13. Juni 2008
Dauer: 3 Tage
Eingeladen hatte die Komturei Landshut zu dem 8 Konzil, das unter dem Motto „Kinder – mit Gott groß werden“ stand. Gleichzeitig konnte die Komturei auch ihr 5 jähriges Bestehen feiern. Ein aufwendiges Programm erwartete die Teilnehmer! Zu bedauern waren lediglich die Vertreter der Komtureien, die sich zu einem großen Teil ihrer „Landshuter Zeit“ während der Sitzung am Samstag mit ordensinternen Dingen zu beschäftigen hatten.
Eindrucksvoll war das Benefizkonzert, welches phasenweise unter die Haut ging, zu dem die Veranstalter in den Prunksaal des Landshuter Rathauses eingeladen hatten. Die Gäste waren sich einig: Eine solche Veranstaltung hatten die wenigsten bisher erleben dürfen und mit den Landshuter Reisigen, den königlichen Fanfarenbläsern, den mittelalterlichen Pfeifern und Trommlern war eine kurzweilige Mischung gefunden. Der Reinerlös dieses Benefizkonzertes geht jeweils zur Hälfte an das südindische Waisenhaus „Anbu Illam“ für überwiegend gehörlose und stumme Kinder.und an das Mütterzentrum Landshut.
Auch die Ehrengäste, der internationale Grand Commander Brigadegeneral Patrick Rea, der Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf, die stellvertretende Landrätin Landshut Christel Engelhard, S.K.H. Dom Miguel de Orléans e Bragana, Infante von Portugal und Herzog von Viseu, S.E. Jose Augusto da Silva Duarte, Graf von Montezelos (Großprior Portugal des Lazarusordens), S.E. Dom Abilio Rodas de Sousa Ribas, röm.-kath. Bischof von São Tomé e Príncipe (Röm.-kath.) waren sichtbar begeistert. Die drei letzt genannten Gäste wurden im Rahmen des Festbanketts als Ehrenrittern in die Komturei Landshut aufgenommen.
Das Konzil am Samstag wurde von dem amtierenden Großprior Jochen Labonde zügig und kompetent geführt. Die Tagesordnungspunkte waren in der vorgesehen Zeit abgearbeitet, die bisherige Ordensregierung entlastet und vor dem Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ der zeitweise Rücktritt eingeleitet. Vorübergehend übernahm der Komtur von Mönchengladbach, Dr. Leo Fiethen, die Geschäfte und leitet die Wahl der Ordensregierung souverän. OB Jochen Labonde stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, konnte aber mit Joachim Freund einen exzellenten Nachfolger präsentieren, der nach kurzer Diskussion auch die Zustimmung aller fand. Die bisherige Stellvertreterin des Großpriors, Elke Bruns und der bisherige Großkanzler, Armin Glötzl stellten sich zur Wiederwahl und das Wahlergebnis war dann auch für alle einstimmig.
Auf die Besucher erwartete daneben ein interessantes Alterantivprogramm, welches mit der Besichtigung der gotischen Stadt Landshut begann und mit dem Besuch der Burg Trausnitz endete. OB Alexander Treiber erledigte diesen Teil des Gesamtprogramms in hervorragender Manier und bekam auch das entsprechende Lob aller!
Der ökumenische Gottesdienst mit Investitur fand in der Christuskirche in Landshut statt. Hier konnte der Orden 10 Ritter einkleiden und in den Orden aufnehmen. Auch wurden zahlreiche neue Postulanten als Mitglieder in Ihren Komtureien begrüßt. Dieser eindrucksvolle Gottesdienst erhielt einen besonders feierlichen Rahmen durch die musikalische Untermalung der Landshuter Reisigen.
Zum anschließenden Festbankett wurden die Gäste im Hotel Kaiserhof erwartet. Die Damen, Ritter und Gäste reagierten betroffen auf die Mitteilung, dass die sofortige Abreise des vormaligen Großpriors mit dem Tod seines Vaters zusammenhing. Vor Beginn des Abendprogramms beteten die Anwesenden für den Verstorbenen und für die Genesung eines kranken Ordensbruders. Einige Ordensmitglieder wurden von S.K.H. Dom Miguel de Orléans e Bragana ausgezeichnet und man versprach ein Wiedersehen in Lissabon.
Am Sonntag war der allgemeine Rückreisetag. Zur Stärkung für den teilweise weiten Weg nach Hause hatte die Komturei Landshut zum Weißwurstfrüstück eingeladen, was auch gerne angenommen wurde.
Alle Teilnehmer dieses unvergesslichen Wochenendes waren sich einig: Ein großes Kompliment dem Ausrichter, der Komturei Landshut und seinem Komtur Rev. Armin Glötzl.
Hier finden Sie Zeitungsartikel über das Nationale Konzil in Kandshut:
Landshuter Zeitung vom 16. Juni: Stichwort Tempelritter
Landshuter Zeitung vom 16. Juni: Ritterschlag
Landshuter Zeitung vom 16. Juni: Goldenes Buch
Landshuter Zeitung vom 16. Juni: Chor der Reisigen
Landshuter Zeitung (Online-Ausgabe) vom 16. Juni: Ein Heer von Tempelrittern in der Stadt
Gemeinschaftsaktion der Komtureien Neuss und Bad Honnef
Datum: 17. Mai 2008
Dauer:
Am 17. Mai 2008 waren Mitglieder der Komtureien Bad Honnef und Neuss zu Gast in der Benediktinerabtei Michaelsberg in Siegburg. Sie wurden herzlich von Frater Linus am Haupteingang der Abtei empfangen. Grund ihres Besuches war die Übergabe eines Geschenks an die Abtei in Form von ca. 650 Klassik-CDs (sinfonische Musik, Oratorien, Gregorianik und große Orchester-Messen), etwa 350 Fachbücher zum Thema klassische Musik und ca. 450 Fachbücher zum Thema Theologie und Ökumene. Diese in sich geschlossenen thematischen Einheiten sollten auch als Einheiten erhalten bleiben und nicht durch Einzelinteressen oder Begehrlichkeiten zerstört werden. Um diese Intension zu wahren ist die Gesamtheit eben dieses geistigen Gutes der Benediktinerabtei als Schenkung übergeben worden.
Frater Linus gewährte seinen Gästen einen Blick in die Klosterbibliothek, deren Bestand sich auf fünf Etagen befindet. Er präsentierte drei Kostbarkeiten im Original und erklärte sie mit fundiertem Wissen im Detail. Es gab eine etwa zwanzig Meter lange Torarolle aus Pergament zu bewundern, an der der Scribist 15 Jahre geschrieben hat. Als zweite Buchkostbarkeit zeigte und erklärte der Ordensmann anhand von Originaldokumenten Werdegang, Stammbaum und die Heiligsprechungsurkunde Anno II, Erzbischof von Köln, der 450 Wunder gewirkt haben soll und am 29. April 1183 durch zwei römische Legaten heilig gesprochen wurde. Von ihm wurde 1060 die Benediktinerabtei Michaelsberg in Siegburg gegründet. Nach seiner Heiligsprechung wurden seine Gebeine aus seinem ehemaligen Grab in der Abteikirche in einen kostbaren, von Nikolaus von Verdun angefertigten Schrein in einer Seitenkapelle umgebettet. Die dritte Kostbarkeit der Buchdruckerkunst stellt den Jubelgesang der Osternacht in Wort und Bild dar, dem Exsultet jam Angelica turba caelorum. - Nun jubelt im Himmel , ihr Chöre der Engel…..
Abschließend führte Frater Linus die OSMTH-Delegation noch in die Krypta der Abteikirche. Hierbei war zu erfahren, dass in diesem sakralen Raum 1875 die erste evangelische Kirchengemeinde von Siegburg gegründet worden ist. Ökumene wurde also schon vor 133 Jahren durch Benediktiner in Siegburg praktiziert.
Verbunden mit dem Besuch im Kloster war eine Aktion, die durch die Komturei Neuss ins Leben gerufen wurde, indem sie dazu aufrief, für den im Krieg teil zerstörten Fußboden der Obertorkapelle „Zur Schmerzhaften Mutter Gottes“ in Neuss möglichst Originalfliesen für eine Restaurierung zu beschaffen. Überregional beteiligten sich sowohl die Ordensregierung als auch Komtureien an der Suche und wurden schließlich bei einem Antik-Händler in Koblenz fündig. Mitglieder der Komturei Bad Honnef brachten die kostbare Fracht nach Siegburg, wo sie umgeladen und wohlbehalten nach Neuss transportiert wurde Ein schönes Beispiel von Zusammenarbeit, Logistik und Hilfsbereitschaft.
Ein Beispiel für erfolgreiche Komtureiarbeit
Datum: 01. April 2008
Dauer:
Stellvertretend für alle Komtureien, die sich in aufopferungsvoller Weise in sozialen Projekten tätig sind, sei an dieser Stelle die Komturei Viersen erwähnt. Neben der allgemeinen Komtureiarbeit (Liederabende in Altenheimen, Freizeitbegleitung für Jugendliche und Behinderte, Benefizkonzerten u.a.) fördern die Mitglieder der Komturei Viersen seit vielen Jahren ein Kinderkrankenhaus an der Krim. Die Liegenschaften an der Krim sind und waren immer wieder für wirtschaftliche und politische Gruppierungen ein Objekt der Begierde. Der Bestand und die erfolgreiche Arbeit vor Ort wurde letztlich selbst von einem EU-Abgeordneten begleitet, der auf politischem Wege bisher so manches Unheil abwenden konnte.
Unter dem rührigen Komtur OB Günter Alsdorf, wurde der Ausbau einer leerstehenden Räumlichkeit zu einem klinikeigenen Wäschezentrum ermöglicht. Da die Wäsche bisher von externen Firmen gereinigt wurde, spart die Klinik nun jährlich etwa 6000 Euro. Aus dem Raum Viersen kamen u.a. Paletten von Fliesen und auch die Komturei Neuss, die immer mit eingebunden wird, beschaffte 1,2 Tonnen Wasch- und Pflegemittel der verschiedensten Arten und ermöglichte den Kauf der Waschmaschinen.
Neben den sonstigen Ordensprojekten (Waisenhaus in Indien, Krankenhaus in Kamerun, Kinderkrankenhaus in Kabul / Afghanistan, den Hilfslieferungen nach Bulgarien, Rumänien, die Ukraine und den Kosovo stellt die Ordensregierung die Arbeit der Komturei Viersen symbolisch für den Geist und für den Sinn unseres Daseins vor. Die Mitglieder der Komturei Viersen engagieren sich alle persönlich in hohem Maße frei nach unserem Ordensmotto: NON NOBIS DOMINI, NON NOBIS, SET NOMINE TUO DA GLORIAM.
Ausdrücklich bedankte sich jetzt der Direktor des Kinderkrankenhauses, Dr. Oleg Martynyuk an einem Komtureiabend in Viersen persönlich bei den anwesenden Komtureimitgliedern und ließ über seine Dolmetscherin, Frau Lennartz, ausdrücklich erklären, dass er stolz darauf ist, Christen kennengelernt zu haben, für die das Wort Hilfe nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, denn zu oft hat er eitle Selbstdarstellung und leere Versprechungen erleben müssen. Komtur OB Alsdorf versprach auch die weiterhin enge Verbindung zur Krim in erster Linie im Sinne der Not leidenden Kinder.
Nationales Treffen der kroatischen OSMTH-Komturei in Zagreb
Datum: 07. März 2008
Dauer: 2 Tage
Eine Delegation des deutschen Großpriorats besuchte am 7. und 8. März 2008 das Nationale Treffen des kroatischen OSMTH in Zagreb.
Mit einem abendlichen Cocktail-Empfang begrüßte der kroatische Komtur Obr. Ognen Bojadziski alle Anwesenden aufs Herzlichste. Großprior Joe Labonde erwiderte die Grüße. Der Abend bot Gelegenheit, mit den kroatischen Ordensbrüdern und –schwestern näher ins Gespräch zu kommen.
Am Samstag, den 9. März stand zunächst ein Besuch der Kathedrale Maria Himmelfahrt (auch Stephansdom genannt) auf dem Programm, bei dem die kroatischen und deutschen Brüder im Ordensmantel in einer kurzen aber eindrucksvollen und von den Besuchern der Kathedrale aufmerksam beobachteten Zeremonie zwei Blumengebinde an der Gedenkstätte des letzten Templer-Priors von Vrana niederlegten.
Bei der anschließenden gottesdienstlichen Feier in der Griechisch-Katholischen Kirche „Sv Ciril i Metoda“ (St. Cyrill und Methodius) erfolgte anschließend die Aufnahme von sieben neuen Postulanten sowie die Investitur von fünf Rittern und zwei Damen. Bei der Feier wirkten auf deutscher Seite Großprior Joe Labonde, Großkanzler Armin Glötzl sowie Thomas Kohwagner als Kozelebrant mit. Im Anschluss an die Investiturfeier zelebrierte der Ortsgeistliche eine Messe im Griechisch-Katholischen Ritus nach der Chrysostomos-Liturgie.
Ein festliches Mittagessen bildete den Rahmen für den Austausch von Dankesworten und Präsenten. Den neuen Postulanten sowie Rittern und Damen wurden ihre Urkunden ausgehändigt. Großprior Joe Labonde stellte in Aussicht, dass die Ordensjurisdiktion in Kroatien bei Fortsetzung dieser Entwicklung Ende des kommenden Jahres Priorat und ein paar Monate später selbständiges Großpriorat werden könnte. Dies käme den Hoffnungen der kroatischen Brüder und Schwestern sehr entgegen. Das Deutsche Großpriorat wird dann eine gute und erfolgreiche Arbeit als Protektor des OSMTH Kroatien zu einem ebenso erfolgreichen Abschluss gebracht haben – eine Arbeit, an der Zelimir Kukolja von der Komturei Mönchengladbach und die Ordensregierung des Großpriorats Deutschland maßgeblichen Anteil hatten. Bis zur Erreichung der Selbständigkeit wird das deutsche Großpriorat den kroatischen Geschwistern weiterhin in bewährter Weise mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ein geselliger Abend mit jugoslawischen Spezialitäten und Folklore beendete das Nationale Treffen in Kroatien. Die deutsche Delegation war nach Zagreb gefahren mit der Aufgabe, das deutsche Großpriorat als Protektor des kroatischen OSMTH würdig zu vertreten und bei den Feierlichkeiten Präsenz zu zeigen. Am Sonntag kehrten die Teilnehmer mit vielen positiven Eindrücken zurück – im Bewusstsein, unter den Templerbrüdern und –schwestern in Kroatien Freunde gefunden zu haben. Beim Abschied erfolgte eine herzliche Einladung an die kroatischen Geschwister zur Teilnahme am Nationalen Konzil des deutschen Großpriorats vom 13. bis 15. Juni 2008 in Landshut.
Bericht
Datum: 01. März 2008
Dauer:
Eingeladen hatte Ulrich Wolff von Weidenfeld, Prior des Priorats Aachen und Komtur von Wickrath, zu einem Vortrag über Terrorismus. Rolf Tophoven, Autor zahlreicher Beiträge in Fachzeitschriften, Mitarbeiter der „Welt“ und besonderer Kenner der israelischen Konterguerilla und des internationalen Terrorismus, gab das Thema vor: Die neue al-Qaida – Die islamische Bedrohung von Afghanistan bis Europa.
Der Veranstaltungsraum im Landgut Ramshof in Willich-Neersen war bis auf den letzten Platz gefüllt und der Referent konnte sich eines äußerst interessierten Publikums sicher sein. So verlief dann die Veranstaltung auch in harmonischer Aufmerksamkeit, die hin und wieder auch mit kritischem Hinterfragen aus dem Auditorium unterbrochen wurde, wozu der Referent auch ausdrücklich aufgefordert hatte. Auch nach dem offiziellen Teil gingen die Debatten unvermindert weiter bis sich die Versammlung zu später Stunde auflöste. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die uns unser Ordensbruder Ulrich geboten hatte.
Offenes Treffen im Kloster Langwaden, Vortrag "Freimaurerei heute"
Datum: 15. Februar 2008
Dauer:
Der Vortrag hatte insgesamt an einer nicht unerheblichen Verspätung des Referenten (Referent für Religion- und Weltanschauungsfragen – Kath. Sozialethische Arbeitsstelle, Deutsche Bischofskonferenz) zu leiden. So kam es wie es kommen musste, die einführenden Worte und die Erklärung zur Entwicklung der Freimaurerei gerieten zu lang und das eigentliche Thema zu kurz. Jedenfalls war für die meisten Zuhörer die Aussage neu, dass aus Sicht der römisch katholischen Kirche die Mitgliedschaft eines Katholiken in einer Freimaurerloge kirchenrechtlich kein Straftatbestand mehr sei, sondern nur noch moralisch bedenklich.
Datum: 01. Januar 2008
Dauer: St. Ansgar Vesper 2008, Hamburg
Mit der Schola Cantorum, dem Kammerchor der russisch-orthodoxen Kirche und dem Hamburger Bachchor St. Petri, nahmen auch in diesem Jahr interessierte Ordensmitglieder teil. Dem Anspruch „DER GROSSE ÖKUMENISCHE GOTTESDIENST“ konnte man in diesem Jahr aber nicht genügen, weil im Vorfeld etliche Gruppierungen ausgeschlossen wurden. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass der Johanniterorden „als von Rom anerkannt“ bezeichnet wurde und man auch dieses von Deutschherrenorden angenommen hatte. Beides ist aber tatsächlich nicht richtig! Der Johanniterorden ist ein rein evangelischer Ritterorden und der Deutsche Orden ist 1929 in einen rein klerikalen Orden umgewandelt worden. Eingezogen sind aber keine klerikalen Ordensbrüder sondern die Deutschherrenritter, die ebenfalls von Rom nicht anerkannt sind.
Von Rom anerkannt sind nur die Malteser- und die Grabesritter!
Was aber hat denn die Ökumene mit Rom zu tun? Bestimmt nun Rom die Ökumene? Wurden gar die Gruppierungen, die die Ökumene bereits leben und nicht nur darüber reden deswegen ausgeschlossen am feierlichen Einzug teilzunehmen? Oder bricht hier wieder die alte unheilvolle Rivalität zwischen den Templern und den Johannitern, auf deren Betreiben diese Aktion zurück zu führen ist, aus? Dabei sind und wollen die Templer keine Konkurrenz sein, sie wollen auch nicht das von den Johannitern einkassierte Vermögen der Templer zurück! Also alles nur Dünkel, Eitelkeit und Missgunst?
Die Ökumene jedenfalls hat schweren Schaden erlitten, das sieht man weltweit so und ist enttäuscht. Schade nur, dass die Organisatoren aus Unkenntnis diesem Geschacher aufgesessen sind und diese an sich lobenswerte Veranstaltung nun zur Selbstdarstellung der betreibenden Gruppierungen missbraucht wird!
Bitte klicken Sie hier, um die Reihenfolge der Prozession herunterzuladen.
Bitte klicken Sie hier, um den Brief an Herrn Wolff v. Weidenfeld herunterzuladen.


































