Rückblick 2006
Weihnachtsfeier im Zisterzienserkloster Langwaden 2006
Datum: 02. Dezember 2006
Dauer:
Die Ankündigung in der NGZ (Neuss-Grevenbroicher Zeitung) versprach dem Interessierten einen etwas anderen Vortrag und eine andere Sichtweise über die Religiosität des historischen Templerordens. Das Refektorium des Zisterzienserklosters Langwaden war pünktlich zu Beginn des Vortrages sehr gut besucht. Oberstudienrat Dr. Michael Harscheidt trug das Ergebnis seiner mehr als 20-jährigen Forschung vor und konnte in einem zweistündigen Lichtbildervortrag manche neue Sichtweise im Auditorium erzeugen. Kurz, es war ein höchst spannender und aufschlussreicher Vortrag unseres Ordensbruders.
Der anschließende Gottesdienst in der Klosterkapelle wurde von Ordensbruder Pfarrer Manfred Hauft unter Mithilfe der Ordensdiakone Rainer Müller und Christian Engleder gestaltet. Unserem erkrankten Ordensbruder Rudolf Rother galt eingangs ein besonderer Gruß, verbunden mit Genesungswünschen der anwesenden Mitglieder. Einige Komtureien und Ordenshäuser nahmen die Gelegenheit wahr, anlässlich dieses Gottesdienstes Postulanten in die Ordensgemeinschaft einzuführen und so konnten sieben neue Postulanten als Mitglieder in unserer Ordensgemeinschaft begrüßt werden.
Zu Beginn des festlichen Menüs im großen Saal des Klosters wurden die Anwesenden vom Großprior herzlich begrüßt und er trug Grüße vor, unter anderem von Bischof Komarica, Prinzessin Elisabeth von Ysenburg und Büdingen, Sonderburg und Glücksburg, Bischof Windisch–Grätz und Ivo Galli. Die traditionelle Adventsveranstaltung, dieses Mal veranstaltet von der Komturei Bad Honnef, war restlos ausgebucht. Überraschend für unseren Großprior war, dass er von Großkreuzträger Ordensbruder Gerd Schwager in die Mitte des Raumes gebeten wurde. Ordensbruder Gerd übermittelte in Form einer Laudatio den Beschluss des internationalen Grand Magisteriums, ihn für seine Verdienste um den Aufbau der nationalen Templerstruktur in Deutschland und als „Mann der ersten Stunde“. Ausdrücklich lobend erwähnt wurde auch seine Mitstreiter von Anfang an Ulrich Wolff von Weidenfeld. Ordensbruder Jochen Labonde nahm die Ehrung unter langanhaltendem Applaus der Anwesenden an. Er ist somit zur Zeit der vierte Großkreuzträger in unserer Ordensgemeinschaft.
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag des Dombaumeisters Demann und des Restaurators Eichholz über den Fortgang der Restaurierungsarbeiten der Kirche in Banja Luka, die durch Umwelt- und Kriegseinflüsse in sehr desolatem Zustand ist. Es wurde zugesagt, dass die Komtureien und Häuser bezüglich einer Restaurierungsspende Anfang 2007 durch die Ordensregierung angesprochen werden.
An dieser Stelle sei der Mannschaft des Klosters herzlich gedankt, die mit viel Liebe und Engagement bis in die Morgenstunden für das leibliche Wohl ihrer Gäste sorgten. Insbesondere der Küche, die ein reichhaltiges und schmackhaftes vielseitig Menü zusammenstellte. Hocherfreut zeigte sich auch der Vertreter des Hausherrn, Pater Basilius, über den Erhalt der diesjährigen Kollekte zugunsten der vom Kloster betreuten Obdachlosen. Diese hätten sich schon lange gewünscht, einmal chinesisch essen zu gehen. Diesem Wunsch könne er jetzt mit der Kollekte erfüllen.
Die einhellige Meinung war, dass es ein interessanter Tag und ein harmonischer Abend war und hoffentlich auch im nächsten Jahr die inzwischen traditionelle Weihnachtsfeier wieder im Zisterzienserkloster stattfinden wird.
Treffen der Mitglieder der Komturei Wickrath in Brüssel
Datum: 23. September 2006
Dauer:
Das schöne Wetter mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurde aus dem Rheinland mitgebracht. Herzlich begrüßt im Domizil der Gastgeber OS Ewa von Sydow und OB Joachim Freund in der Nähe von Brüssel, gab es zunächst den obligatorischen Willkommenstrunk und den regen Austausch von Neuigkeiten.
Dann ging es im Konvoi zu dem ca. 20 Kilometer entfernten historischen Schlachtfeld bei Waterloo, zu dem geschichtskundigen und interessierten Lesern sicherlich nichts erklärt werden muss.
Hervorragend geführt von OB Joachim, mussten zunächst, nach ausgiebigem Besuch eines Andenkenladens, die 225 Stufen des Monuments in Form eines Hügels, erklommen werden. Die Mannschaft war tatsächlich fit, im Gegensatz zu manchem anderen Besucher dieser Stätte. Auf dem Gipfel des Monumentes erwartete uns ein örtlicher Historiker, der ausführlich, anschaulich und geschichtsbewusst die politischen Hintergründe der Schlacht bei Waterloo, die taktischen Finessen, die taktischen Zufälle und schließlich das Ende von Napoleons Visionen erklärte. Vor dem Abstieg, der erfreulicher Weise nicht so schweißtreibend war, wurde noch einige Zeit lebhaft diskutiert.
Die Hausherrin, OS Ewa, ließ es sich nicht nehmen, zunächst zu Kaffee und hervorragendem, selbst gebackenem Kuchen zu bitten, bevor es nach Brüssel ging. Unter sach- und fachkundiger Führung durch OB Joachim konnte an der Hauptkirche Saint Michel et Gudul, Bischofssitz und Krönungskirche für die belgischen Könige, geparkt werden. Nach einer kurzen Rast im Hotel folgte eine interessante und vielseitige Führung durch die abendliche Brüsseler Altstadt. Alle Teilnehmer haben dabei vieles gelernt und bleibende Eindrücke gesammelt. Ein ausgedehntes Abendessen in der bei Touristen beliebten Rue des Bouchers beendete einen erlebnisreichen, wunderschönen Tag unter Ordensschwestern und –brüdern, der sicher bei allen in guter Erinnerung bleiben wird. Zum Abschied bedankte sich der Komtur der Komturei Wickrath, Ulrich Wolff von Weidenfeld, im Namen aller Teilnehmer nochmals ausdrücklich bei seiner Stellvertreterin Ewa von Sydow und ihrem Ehemann Joachim Freund für diesen schönen Tag und für die hervorragende Organisation.
Zagreb
Datum: 28. Juli 2006
Dauer: 2 Tage
Am Freitag, dem Anreisetag, wurden wir, die Teilnehmer des Mentorlandes Deutschland, von den Gastgebern in Kroatien im Hotel Palace auf das aller herzlichste begrüßt. Sie waren von Anfang an bemüht, uns unseren Aufenthalt so angenehm und so interessant wie möglich zu gestalten. Besonders positiv ist zu bemerken, dass etliche deutsche Komtureien mit Abordnungen vertreten waren: Landshut mit dem Komtur (und Großkanzler) Armin Glötzl, Regensburg mit dem stellvertretenden Komtur Comte Simon de Saint-Claire, Viersen mit dem Komtur (und Großprior) Jochen Labonde, Mönchengladbach mit dem Komtur Prof. Dr. Ortwin Giebel, Wickrath mit dem Komtur Ullrich Wolff von Weidenfeld, Bad Honnef mit dem Komtur Gerd G. Schwager, Rotenburg (Wümme) mit der Komturin (und stellv. Großpriorin) Elke Bruns.
Am späten Nachmittag erlebten wir eine sach- und fachkundige Führung durch das alte Zagreb. Das umfangreiche geschichtliche Wissen unseres Führers, gepaart mit den Anekdoten aus der Neuzeit verblüffte uns alle. So erlebten wir den alten Kern von Zagreb mit seinen Gassen, Winkeln, Parks und den wunderschönen Patrizierhäuser in einer Athmosphäre, wie sie besser nicht sein konnte, liebenswert und voller Charme!
Bei dem Empfang am Abend begrüßte uns Prof. Ognen Bojadžiski, der Komtur der neuen Komturei Zagreb. Er stellte die bestehende Komturei und deren Mitglieder vor. Schnell entstanden Gesprächsrunden und es wurde noch bis spät in die Nacht gefachsimpelt.
Am Samstag trafen sich alle in der Kirche des hl. Johannes des Täufers. Eine wunderschöne alte Kirche die, so der Hausherr Pfarrer D. Komorcec voller Stolz, auf den Ruinen einer Templerkirche erbaut wurde. Besonders freute alle, dass der Caritasdirektor von Banja Luka der Einladung des OSMTH Deutschland folgen konnte und ebenso wie Ordensbruder Lektor Christian Engleder, aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes teilnahm.
Im Rahmen der nachfolgenden Investiturfeierlichkeiten wurden zunächst 12 Postulantinnen und Postulanten in die Komturei Zagreb aufgenommen und anschließend Herr Prof. Ognen Bojadžiski, General a.D. Ante Roso und Dr. Ðuro Crnjak vom Großprior des OSTMH Deutschland, Jochen Labonde, zu Rittern geschlagen.
Von der Komturei Bad Honnef erhielten zusätzlich die mit angereisten Postulanten Wolfgang Lefkes und Hauptmann Georg Kaster den Ritterschlag und wurden anschließend in den deutschen Orden OSMTH aufgenommen.
Im Anschluss erwartete eine festliche Tafel alle Teilnehmer im Hotel Palace. Nun gönnten sich viele Teilnehmer erst einmal eine Ruhepause, denn mit voller Ordensbekleidung und mit Ordensmantel war bei den hochsommerlichen 38 Grad Durchstehvermögen verlangt und es folgte am Abend ja noch das Galadinner!
Wohltuend wurde empfunden, dass es sich etwas abgekühlt hatte und dieses bei nun angenehmer Wärme im Freien stattfand. Die Gastgeber bedankten sich bei den Vertretern aus Deutschland mit individuell ausgesuchten Gastgeschenken. Professor Bojadžiski wurde von dem deutschen Großprior Jochen Labonde zum Kommandeur des Ordens ernannt und er erhielt die Anerkennungsurkunde für die Komturei Zagreb. Der stellvertretende. internationale Großkommandeur, Prof. Dr. Ortwin Giebel, überbrachte u. a. die Glückwünsche von dem Grand Master RADM J.J. Carey, dem Grand Commander, BG Pat Rea und dem Grand Chancellor COL Fredrik Michelet. In diesem Zusammenhang bedanke er sich auch ausdrücklich bei OB Gerd G. Schwager, der die Position des Marschalls ausführte und das umfangreiche Equipment (Fahnen, Schwert, Zeremonienstab u. a.) aus Deutschland mitgebracht hatte.
Nachdem auch der Großprior sich im Namen des gesamten Ordens bei den Gastgebern bedankt hatte und die Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft ausdrückte, ging es am Ende des Samstages zurück zum Hotel. Versprochen wurden aber auch der gegenseitige Besuche in der Zukunft.
Nationales Treffen der Mitglieder (Komtureien) mit Sitzung der Mitgliedsvertreter in Trier
Datum: 09. Juni 2006
Dauer: 2 Tage
Bereits die Anreise am 9.Juni 2006 war ein Erlebnis. Nach einer langen verregneten Zeit endlich Sonne und Wärme. Nach dem Einchecken und der Anmeldung im Stadthotel, nahe der Porta Nigra, traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein in der „Steipe“, einem Traditionslokal. Die Kellerräume waren angenehm temperiert und es entwickelten sich interessante Gespräche.
Am 10. Juni 2006 trafen sich vormittags die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskomtureien im Tagungsraum des Hotels „Römischer Kaiser“ und besprachen die anstehenden Fragen. Bemerkenswert ist, dass erstmalig in allen Punkten Einstimmigkeit erreicht wurde. Es wurde auch festgestellt, dass sich der Veranstalter, der OSMTH Deutschland als Dachverband, mit dem Ausrichter, der Komturei Saarlouis, einen großen Gefallen getan hatte. Die ausgezeichnete Vorarbeit wurde ausdrücklich lobend erwähnt!
Für die mitangereisten Ordensschwestern und Ordensbrüder, den Gästen und Freunden, war ein umfangreiches Rahmenprogramm vorgesehen. U. a. gehörte eine Stadtführung, eine Bootsfahrt und der Besuch einer hl. Messe mit zum Programm, bevor es um 18:00 Uhr zur Investiturfeier in die Liebfrauenbasilika ging.
In ökumenischem Rahmen führten die Geistlichen Domkapitular Ehlen (kath.) Pfarrer Hauft (ev.) und Pastor Windevogel aus Belgien (rk), assistiert von Religionspädagogin. Ordensdame Edith Schwarz Schmitting und dem evangelischen Lektor Ordensritter Christian Engleder, durch das Investiturprogramm. Großprior Jochen Labonde nahm für die verschiedenen Komtureien 10 Postulanten auf. In den Orden wurden, nach erfolgtem Ritterschlag und Einkleidung, 14 Damen und Ritter aufgenommen.
An dieser Stelle sei nochmals und in besonderem Maße Herrn Domkapitular Ehlen gedankt, der in der ihm eigenen Ruhe und in absoluter Souveränität der Investiturfeier als Geistlicher vorstand.
Der festliche Rahmen fand seinen Abschluss im Hotel „Römischer Kaiser“. Bei einem Dinner und guten Gesprächen wurden die Urkunden für die Postulanten, die Damen und die Ritter, verteilt.
Der Sonntag war den belgischen Damen und Rittern, den Gästen und Freunden des Ordens gewidmet. In privater Manier ging es nach Bernkastel-Kues. Besonders erwähnenswert ist, dass vor vielen Jahren hier eines unserer Ordensmottos von Kusanus (Nikolaus von Kues), dem großen Sohn der Stadt, übernommen wurde:“ EINIGKEIT IN VIELFALT“
2. Offenes Treffen der Damen und Ritter des OSMTH Deutschland, Rittergut Birkhof
Datum: 12. Mai 2006
Dauer:
Besuch von Konsul Jerzy Rasala
Gut besucht war die Veranstaltung im Rittergut Birkhof, an der auch interessierte Freunde des Ordens teilnahmen. Anschaulich erläuterte Konsul Rasala, der in Vertretung von Generalkonsul Andrzej Kaczorowski den Weg in den Kreis Neuss fand, die momentane europäische Sicht aus dem Blickwinkel und den Interessen Polens.
Dabei hob er ausdrücklich hervor, dass es natur- und geschichtsgemäß zwar immer zu Missverständnissen kommen kann, unter Freunden aber immer ein offenes und ehrliches Wort möglich sein muss. Die sich anschließende Diskussion gestaltete sich dann auch freundschaftlich kontrovers und es wurde deutlich, dass die Äußerungen des Herrn Sikorski und das öffentliche Auftreten der neuen polnischen Regierung gegenüber Deutschland vom Auditorium äußerst kritisch gesehen wurde. Warum hier Nato und da EU? Dieser Spagat war von keinem der Anwesenden so richtig nachzuvollziehen. Dieses wurde von dem Konsul mit den historischen Erlebnissen erklärt. Auch der Zeitpunkt, an dem in Polen der Euro eingeführt werden soll, ist wohl bis heute nicht bekannt.
Der Großprior des Templerordens bedankte sich für das Kommen und für die interessanten und aufschlussreichen Ausführungen u. a. auch mit einer Quirinusmünze, weil der Schutzpatron der rheinischen Kreuzfahrer Quirinus war.
Eine Ehrung besonderer Art erfuhr auch der Neußer Georg Kaster, Sohn des Stadtverordneten Klaus K. Kaster. Für seinen Einsatz für die Unterstützung eines Kinderkrankenhauses in Kabul, Afghanistan, nahm der Vater ein besonderes Dankschreiben des Templerordens entgegen.
OSMTH Grand Magistral Council Meeting 2006, Oslo
Datum: 27. April 2006
Dauer: 3 Tage
Wer hätte sich nicht erinnert an die mythische Urgeschichte des nordischen Mittelalters, beginnend mit der Ynglinga Saga, oder an Snorri Sturluson und seiner Heimskringla aus dem 12. Jahrhundert, als die Teilnehmer Gäste bei LtCol. Fredrik Michelet (Michelet Residence) waren? Eine Residenz, die einsam inmitten großer Waldgebiete liegt und wo man meint, ein Elche käme gleich auf eine der kleinen Lichtungen? Doch fangen wir von vorne an!
Gleich bei der Ankunft auf dem Flughafen wurden wir von Obr. Chev. Per Mauseth empfangen, der uns im Namen der norwegischen Damen und Ritter begrüßte und zum Hotel brachte. Hier gab es ein Wiedersehen mit verschiedenen Damen und Rittern aus allen Teilen der Welt. Begeistert wurde über das Seefood Buffet in einem Zelt am Strand, Neuigkeiten im Orden u.a. gesprochen. Unser Großmeister, RADM James Carrey, erhielt einen Bildband über den Einsatz in Afghanistan, nebst Bildern afghanischer Kinder, dem Krankenhausprojekt \"Helene Salimi\" (hier werden kranke Kinder kostenfrei behandelt) und einen unbehandelten großen Lapislazuli.
Freitags ging es bereits um 8:00 Uhr mit dem „Grand Chapter General“ weiter. Die Plätze in der OSLOFJORD Lounge des SAS Radisson Park Hotels reichten nicht, einige Teilnehmer mussten stehen, so groß war das Interesse.
Unter der Leitung von Dame Renate Hammerstad konnten die Damen, Ritter und Gäste, die nicht an Meetings teilnahmen, an einer Besichtungsfahrt teilnehmen, die u.a. die typischen alten norwegischen Häuser und insbesondere das Schifffahrtsmuseum beinhaltete.
Großes Interesse galt auch dem „Decent Warfare Seminar“ im „Nobel Peace Center“, welches Projektleiter LtCol. Fredrik Michelet organisiert hatte. Weitere Mitglieder der Projektgruppe waren. Judge Advocate General Arne Willy Dahl. LtCol Bjorn Hafskjold, Military Attache US Army Norway, Col Alex Portelli und RADM Ove Sten Olsen.
Interessierte schauen sich www.military-ethics.org an. Weitere Infos gibt es unter www.osmth.org und seminar@military-ethics.org.
Wie schon eingangs erwähnt, wurden die Teilnehmer des Grand Magistral Council Meetings zur außerhalb von Oslo liegenden Residence von Col Fredik Michelet gefahren, wo wir alle auf das herzlichste begrüßt wurden. Die Atmosphäre war ausgezeichnet und so drückte es auch ein Teilnehmer aus:“ Man fühlt sich richtig aufgenommen, wie in einer großen Familie.“
www.military-ethics.org
www.osmth.org
Am Samstag fand im LYSAKER-SNAROEN Raum das für alle offene Grand Magistral Council Meeting statt und im Anschluss folgte ein so genanntes Sight Seeing Programm, bevor am späten Nachmittag die Investitur in der Uranienborg Kirke (Kirche) stattfand. Den Zuschauern bot sich ein prächtiger und würdevoller Anblick.
Von der Uranienborg Kirche ging es dann sofort zum Akershus Fort (Akershus-Fortress). Hier wurden im Eingangsbereich Getränke gereicht und Gespräche geführt bevor es in die „Hall of Colours“ ging, die festlich geschmückt und eingedeckt war. Nach einem Mehrgangmenü wurde in den Nebenräumen weiter diskutiert, Anschriften ausgetauscht und Besuche angekündigt! Spät in der Nacht wurden die Teilnehmer zum Hotel zurück gebracht.
Der Sonntag war der Tag der Abreise. Es lag auch Wehmut in der Luft. Wir alle hatten eine Herzlichkeit erfahren, die nicht alltäglich ist. Besonders interessant war zu erkennen, dass unsere ausländischen Damen und Ritter sehr wohl die Zusammenhänge und Ereignisse in den Prioraten und Großprioraten und in der Welt einzuschätzen wissen. Die Informationsflüsse und die richtigen Deutungen waren schon bemerkenswert. Wie in einer großen Familie eben!
Die gesamte Veranstaltung strahlte ein Ruhe und Professionalität aus, die wohl nur Menschen ausstrahlen können, die ritterlich gefestigt sind und ein hohes Maß an Disziplin aufweisen. Insbesondere sei dem Prior von Norwegen, Leif E. Feiring und allen seinen Mitstreitern, gedankt die allen Teilnehmern eine unvergessliche Zeit in einem schönen Land schenkten.
Symposion in Bacharach: Die Templer - Mythos und Realität
Datum: 18. März 2006
Dauer: 2 Tage
Einen Bericht finden Sie auf der Website der Komturei Landshut.
www.osmth-landshut.de
Projekt "Leuchtturm", Kabul
Datum: 01. Februar 2006
Dauer:
Fehler
Es sollte für die Soldatinnen und Soldaten im Camp Warehouse, Kabul, eine Abwechslung sein, der Besuch der Musiker Wolfgang Niedeggen, Dr. Abdan und Uwe Bruns. Auch die angesagte FDP Delegation versprach eine informelle und spannende Diskussion. Doch die von Radio Andernach, Hauptmann Georg Kaster, initiierte Aktion zerbrach schon im Vorfeld, nicht zuletzt wegen Besorgnis erregender Pressemitteilungen. Dr. Abdan, Wolfgang Niedeggen und die FDP Delegation sagten ab. Einzig Uwe Bruns stand zu seinem Wort und flog mit.
Der OSMTH Deutschland und hier speziell die Komtureien Bad Honnef, Neuss, Rotenburg/W und Viersen hatten im Vorfeld für das Kinderkrankenhaus Helene Salimi, Kabul, bereits OP Material der verschiedensten Art und Bekleidung zusammengetragen und verschickt. Besonders sei hier Sr. Claudia und Dr. P. W. Kummerhoff vom Kath. Krankenhaus Siebengebirge in Königswinter zu danken! Die Gelegenheit kam gelegen, die Betreiber vor Ort zu sprechen und das Krankenhaus zu besichtigen. Es passte eigentlich alles zusammen. Doch wie so oft, kam alles anders!
Zunächst kam es zum obligatorischen Zwischenstop in Termez (Usbekistan). Wegen des schlechten Wetters wurde der Weiterflug am nächsten Tag gestrichen. Diese Gelegenheit nutzte der Lagerkommandant, um Uwe Bruns für einen Liederabend zu gewinnen, damit auch „seine Truppe“ einmal in den Genuss einer Abwechslung kommt. Der Abend war für Uwe Bruns eine tolle Bestätigung und ein voller Erfolg. Die „Zugaberufe“ hallten noch lange durch das Zeltlager und der Lagerkommandant bedankte sich bei Uwe Bruns mit einer besonderen Urkunde einer Gedenkmünze der dort stationierten Einheit. In Usbekistan erreichte uns auch der Anruf unseres Großpriors, der uns Gottes Segen und eine gesunde Heimkehr wünschte.
Mit einem Tag Verspätung ging es dann mit einer Transall über den Hindukusch nach Kabul, wo wir von zwei gepanzerten Mercedesjeeps aufgenommen und in abenteuerlicher Fahrt ins Camp Warehouse gebracht wurden. Hier wurden wir herzlich empfangen und bekamen unseren Wohncontainer zugewiesen. Die Ruhe und die Gelassenheit der Soldatinnen und Soldaten, von denen wir absolut fürsorglich betreut wurden, gaben uns beinahe das Gefühl, in einem Feriencamp in Deutschland zu sein, wäre da nicht der allgegenwärtige Feinststaub gewesen. Trotz eines Treffens der Provinzgouvaneure, Aufstand im Kabuler Gefängnis, Hinweise auf Selbstmordattentäter und Besuch des Präsidenten der USA, George W. Bush, kam nie Hektik auf.
Fehler
Eine Fahrt mit einem „Dingo“ durch das gesamte Lager und der Besuch des Lazaretts (in Größe und Ausstattung mindestens mit einem westeuropäischen Kreiskrankenhaus vergleichbar), in dem sich auch der Afghanische Präsident Karzai behandeln lässt, rundeten unseren Besuch ab. Am Rosenmontag spielte dann eine spontan gegründete Band (Georg Kaster Gitarre, Uwe Bruns Bassgitarre, Christian Wehlen Gitarre und Johannes Weykopf Schlagzeug). Zum Schluss kam es dann wie es am Rosenmontag kommen musste! Es waren nur noch Karnevalslieder angesagt.
Als ein kleines „Dankeschön“ für unser Kommen, welches auch als Zeichen der heimatlichen Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten gewertet wurde, wurde von Oberst Vogel zum Frühstück geladen und jeder von uns bekam, neben anderen Aufmerksamkeiten, eine Armbanduhr mit dem Wappen des deutschen ISAF Kontingentes.
Wegen der ausgesprochen gefährlichen und angespannten Lage in Kabul musste der Besuch des Kinderkrankenhauses leider gestrichen werden. Daher wurde von den Ansprechpartnern des Projektes „Leuchtturm“, Major Fricke, Oberstleutnant Kubin (G 1) und Hauptmann Georg Kaster eine Übergabe weiterer OP Materialien und eines Geldbetrages vor dem Studio von Radio Andernach im Camp Warehouse organisiert, bevor es am nächsten Tag zurück in Richtung Heimat ging.
Unseren beiden gepanzerten Mercedesjeeps standen uns für den Rücktransport „wegen einer hohen Persönlichkeit“ (George W. Bush) nicht zur Verfügung. So ging die Fahrt in einem Radpanzer nicht ganz so halsbrecherisch über die Road Violett zum Flugplatz. Hier unterhielten dann Uwe Bruns und Georg Kaster zur Freude des mitreisenden internationalen Militärpersonals bis zum Abflug mit Gitarrenspiel und Gesang. Wiederum ging es mit einer Transall über den Hindukusch nach Termez und von dort direkt weiter nach Köln.




















































































