Rückblick 2004




Weihnachtsfeier im Zisterzienserkloster Langwaden

Datum: 04. Dezember 2004
Dauer: 2 Tage

Der Ausrichter der diesjährigen Weihnachtsfeier, die Komturei Neuss, konnte sich über einen regen Zuspruch freuen.

Aus allen Landesteilen waren Damen, Ritter und Gäste dem Hinweis gefolgt, dass man sich zum Jahresabschluss noch einmal zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit nachfolgendem gemütlichen Beisammensein treffen konnte. Dem Gottesdienst stand der Prolog Johannes I 1-18 vor, der anlässlich der Homelie von Chev. Rainer Müller in eindrucksvoller Rede in Erinnerung gebracht wurde: \"Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort!\" So wird denn ein Jeder anhand seiner Worte bewertet und geachtet, was heißen soll, dass man sich auf ein Wort verlassen können muss!

Die Kollekte war bestimmt für die Integrative Kindertagesstätte Sonnenblume e. V.

Obr. Pfarrer Manfred Hauft gestaltete, zusammen mit seinen beiden Zelebranten, Chev. Rainer Müller und Chev. Rudolf Rother, einen harmonischen Gottesdienst, der von Hanno Labonde, dem Sohn von Chev. Joe Labonde (Orgel) und von Chev. Günther Alsdorf (Gesang) begleitet wurde.




Während des anschließenden Festmenüs wurden Grußbotschaften verlesen und die vertretenen Komtureien vom Prior des Priorates Köln, Chev. Joe Labonde, begrüßt. Besonders begrüßt wurde Chev. Dr. Christos Gilomanakis, der mit seiner Ehefrau Ana eigens zu diesem Anlass den weiten Weg aus Griechenland auf sich nahm. Besondere Grußbotschaften waren die von Dr. Dr. Udo Kissenkötter (ehem. Stellvertr. Bürgermeister von Neuss), Ute Schröder (1. Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands), Hans Dieter Schröder (1. Vorsitzender des Stadtdekanatsrates Neuss) und von unserem neuen Großmeister RADM J. Carey, der sich nochmals in besonderer Weise für das Geschenk der Komturei Neuss (Replik eines Ölgemäldes \"Seeschlacht vor Texel a, 29. Juni 1694\") bedankte. Er schrieb, dass dieses Ölgemälde in seinem Wohnzimmer über dem Kamin hängen würde.

Die musikalische Untermalung wurde gestaltet von Obr. Stephan Wirgowski (Dudelsack) und Hanno Labonde (Klavier).

Großen Anklang fand die Präsentation von Dame Elke Bruns. Sie stellte 160 Bilder mittels einer CD vor, die noch einmal den Ablauf unseres Herbstkonventes in Mönchengladbach zum Inhalt hatte. Diese CD kann bei der Komturei Rotenburg käuflich erworben werden.

Mitglieder der Komturei Landshut und ihr Komtur Chev. Armin Glötzl waren es, die am Morgen des 5. Dezember 2004 gegen 3:00 Uhr nach langer Diskussion über die Grundwerte des Glaubens, das Treffen beendeten.


Chev. Günther Alsdorf




Internationales Herbstkapitel in Mönchengladbach

Datum: 13. Oktober 2004
Dauer: 4 Tage

Auf Einladung des deutschen Großpriorates hatten sich unerwartet viele Ordensdamen und Ritter des Ordens zu diesem Kapitel angemeldet, was die Organisatoren vor erhebliche Probleme stellte. Während es Ende August noch den Anschein machte, dass wir mit nicht allzu reger Teilnahme zu rechnen hätten, trafen in den letzten Wochen vor Beginn des Kapitels weitaus mehr Anmeldungen ein. Ordensdamen und Ritter kamen aus Belgien, Bulgarien, Cypern, England-Wales, Finnland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Polen, Serbien, USA und Deutschland. Daneben konnten wir die Vertreterin des Ordens bei der UN Wien, IKH Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen und eine Reihe von NATO-Offizieren begrüßen.


Tagungsverlauf:

Der Mittwoch öffnete das Tagungsbüro im Hotel Holiday Inn. Für jeden Teilnehmer stand ein umfangreiches Informationspaket bereit. Auch wurde ein neues Buch über die Templer nach der Wiedergründung durch Napoleon im Jahr 1804 vorgestellt. Titel: \"Der moderne Templerorden - OSMTH\", ISBN 3-8334-1740-4. Bis zum Abend hatte sich bereits die Mehrzahl der Teilnehmer angemeldet.




Am Donnerstag hatte die scheidende Oberbürgermeisterin von Mönchengladbach, Frau Monika Bartsch, zu einem Empfang ins Rathaus geladen. Sie gab uns einen Einblick in die Geschichte Mönchengladbachs von der Gründung des Benediktiner Klosters über die Textilstadt bis zur heutigen Dienstleistungsstadt Mönchengladbach.

Am Mittag wurde den Teilnehmern eine Busfahrt nach Aachen angeboten. Neben dem Dom wurde auch die Schatzkammer des Doms besucht. Die Teilnehmer waren über diesen interessanten, hervorragend von Chev. Rainer Müller organisierten Ausflug voll des Lobes.

Zur gleichen Zeit tagte das \"Grand Magisterium\" unter dem Vorsitz des Großmeisters und der beiden Großkommandeure tagten die Großpriore und die Sprecher der einzelnen Komitees, um die Jahresberichte zu diskutieren und die zukünftige Arbeit festzulegen (ausführlicher Bericht folgt). Am Freitag standen die Ordensregierung und die Komitees den zahlreichen Interessenten über die geleistete und die zukünftige Arbeit Rede und Antwort.



Ökumenischer Gottesdienst in der Abteikirche

Wie bei jedem internationalen Konvent ist der gemeinsame ökumenische Gottesdienst der Höhepunkt des Treffens. Um 14:45 Uhr trafen sich die Ordensmitglieder und die Gäste vor dem Hotel Holiday Inn, um in gemeinsamer Prozession zur Abteikirche zu marschieren. Angeführt wurde die Prozession von der \"Wupper District Pipe Band\" und den Fahnenabordnungen der teilnehmenden Nationen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Teilnehmer in die Abteikirche einzogen: festlich untermalt vom \"Reiter-Parforce Corps Rote Füchse\" aus Velbert.

Besonders erfreut waren wir, dass der Metropolit Andreij von Lviv (ehem. Lemberg, Ukraine) und Erzbischof Groce aus den USA unserer Einladung gefolgt waren. Der Gottesdienst wurde geleitet von Pfarrer Manfred Hauft (ev.) und Pfarrer Horst Schumacher (kath.). Während des Gottesdienstes wurden drei Personen als Postulanten aufgenommen und 20 Postulanten zu Ordendamen erhoben bzw. zu Ordensrittern geschlagen.











Benefizkonzert

Zu Gunsten des Hospiz und der Tafel in Mönchengladbach fand am 15. Oktober 2004 um 18:00 Uhr ein Benefizkonzert statt. Der MGV Rheintreue Wehofen und die Sopranistin Sandra Fülber erhielten stehenden Applaus und wurden erst nach mehreren Zugaben entlassen. Als zum Schluss \"Amazing Grace\" gesungen wurde, standen dem einen und anderen Zuhörer die Tränen in den Augen. Eine rundherum gelungene Veranstaltung.


Neue Ordensregierung

Bereits beim Herbst-Konvent 2003 in Büdingen waren die Weichen für die turnusmäßige Neuwahl der Ordensregierung gestellt. Der Großmeister, Sir Roj Redgrave, gab sein Amt an den bisherigen Großkommandeur, RADM James Carey, ab. Nochmals herzlichen Dank an den scheidenden Großmeister für die geleistete Arbeit beim Aufbau des Ordens. Zum neuen Großkommandeur wurde der amerikanische Großprior Brigadegeneral Patrick Rea und zum Deputy Großkommandeur der deutsche Großprior Prof. Dr. Ortwin Giebel eingeführt. Wir wünschen der gesamten Führungsmannschaft Gottes Segen für ihre zukünftige Arbeit.

Chev. Ron Mangum und der neue Großmeister wurden mit dem \"Cross of Merit\", der höchsten Auszeichnung, die der Orden zu vergeben hat, geehrt. Nach dem Gottesdienst zog man in feierlicher Prozession zurück zum Tagungshotel.



Gala-Dinner

Die anwesenden Ordensmitglieder und Gäste erschienen zum festlichen Abendessen. Bis weit nach Mitternacht hielten es einige Ordensmitglieder beim Small-Talk aus. Man nutzte die Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen und neue zu schließen.


Ein Tag in Köln

Der Tag in Köln (16. Oktober 2004) war von Chev. Günther Alsdorf hervorragend geplant und organisiert. Mit zwei Bussen wurden die Interessierten in die Domstadt gefahren, wo zunächst der Dom und die Schatzkammer besucht wurden. Anschließend besuchte man zum gemeinsamen Mittagessen eine typische Kölner Gaststätte. Eine Bootsfahrt auf dem Rhein beschloss dann diesen erlebnisreichen Tag.

Einen Dank an die vielen Helfer, die diese \"gelungene\" Tagung so hervorragend vorbereitet und betreut haben.


Chev. Peter Houx




Nationalfeiertagsempfang der Botschaft der Ukraine

Datum: 06. September 2004
Dauer:

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Ukraine, nahmen Großprior Prof. Dr. med. habil. Ortwin Giebel, als Repräsentant des deutschen Großpriorates des OSMTH und Protopresbyter Paul Echinger (Komtur der Kölner Komturei des OSMTH), in seiner Eigenschaft als Dekan des deutschen Dekanates der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Patriarchates von Kiev, sowie als offizieller Vertreter des Kiever Patriarchates in Deutschland, am Montag, dem 06. September, an dem von der Botschaft der Ukraine, in deren Außenstelle, in Remagen-Oberwinter gegebenem, offiziellem Botschaftsempfang teil.

Nach der Begrüßung durch den Gesandten und Leiter der Außenstelle der ukrainischen Botschaft in Remagen – Oberwinter, Se. Exzellenz, Herrn Peter Yakovenko, kam es zu zahlreichen Begegnungen mit Repräsentanten aus Diplomatie, Politik, Gesellschaft und öffentlichem Leben aus dem In- und Ausland, sowie Vertretern der ebenfalls anwesenden Militärmissionen, in deren Zusammenhang Ordensbruder Ortwin, in seiner Eigenschaft als Großprior des Ordens, sehr häufig Gelegenheit besaß, den OSMTH bei seinen Gesprächspartnern nicht nur bekannt zu machen, sondern dabei auch manch ernsthaftes Interesse wecken konnte.



Besonders zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang die als überaus herzlich zu bezeichnende Begegnung mit dem Militärattaché der Ukraine, Generalmajor Vladimir Klitschko, Vater der weltberühmten Dr. Vitaly und Vladimir Klitschko. Letztere mussten auf ihre Anwesenheit bei diesem Empfang, aufgrund ihres beruflich bedingten Aufenthalts in den USA, leider verzichten.

Ein üppiges Büfett mit landestypischen Speisen und Getränken aus der Ukraine, trug ebenso, wie das zum Ausklang des offiziellen Empfangs gebotene Kulturprogramm, bis in die späten Abendstunden hinein, zur Freude und Begeisterung der anwesenden Gäste bei.




Nato Convent in Wien

Datum: 27. Juli 2004
Dauer:

Am 27. Juli 2004 fand in Wien der Nato Convent des OSMTH-Natopriorates St. Sebastian statt. In der evangelisch-lutherischen Stadtkirche in der Wiener Dorotheergasse fanden sich Schwestern und Brüder des Templerordens und Gäste aus aller Welt zur kirchlichen Zeremonie ein.
Während der Feier wurden drei neue Mitglieder als Dame und Ritter in den OSMTH aufgenommen. Grand Prior Richard Flahavan, assistiert von Chev. Grand Marshall Fredrik S. Michelet, besiegelte die Aufnahme der Postulantin sowie der Postulanten mit dem Anlegen des Ordenskreuzes, dem Umlegen des Ordensmantels, dem symbolischen Überreichen der Sporen und dem Ritterschlag mit dem Schwert.




Nach diesem Aufnahmeritual wurden verdiente Ordensmitglieder mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt. Mit dem bischöflichen Segen des Grand Chaplain, der den Aaronitischen Segen sprach, wurde die Gemeinschaft aus der kirchlichen Feier entlassen.
Im Anschluss daran fand im Offizierskasino der Maria-Theresia-Kaserne das Dinner statt, an dem rund 150 Gäste teilnahmen. Bei gutem Essen und anregenden Gesprächen konnten alte Bekanntschaften erneuert und neue geschlossen werden. Die persönliche Verbindung der Templerinnen und Templer untereinander wurde auf diese Weise vertieft und gepflegt.

Am Abend des 28. Juli waren die Templer Gäste des österreichischen Bundesministers für Landesverteidigung. Im Rahmen des CIOR-Kongresses waren sie zu einem Empfang in die Wiener Hofburg geladen. Mit dem Grossen Zapfenstreich des Österreichischen Bundesheeres, durchgeführt durch die Gardemusik des Militärkommandos Wien, klang der festliche Abend aus.
Das Großpriorat Deutschland war mit einer vierköpfigen Delegation aus Neuss, Dortmund und Regensburg nach Wien gekommen.









4. Nationales Kapitel in Regensburg

Datum: 18. Juni 2004
Dauer: 2 Tage

Regensburg, die gotische Reichsstadt an der Donau. Mit dem Edikt von Pavia hat Kaiser Friedrich II. am 10. November 1245 Regensburg die Stadtfreiheit verliehen. Im Alten Rathaus versammelten sich die deutschen Fürsten zum „Immer währenden Reichstag“. Keine andere Stadt (außer vielleicht Landshut) könnte man sich besser als Kulisse vorstellen für das 4. nationale Ordenskonzil, welches dort am 19. Juni stattfand. Die Komturei Regensburg hatte die Vorbereitung für das diesjährige Konzil übernommen.

Nach Anreise der Ordensmitglieder und Gäste am Vortag des Konzils, nahm man ein gemeinsames Abendessen im Haus Heuport – gleichsam als Einstimmung, ein altes Bürgerhaus von 1341 und direkt gegenüber dem Hauptportal des „Alten Peter“, Dom zu Regensburg, gelegen.

Es schloss sich unter dem Motto „Kreuzfahrer, Ketzer, Kirchenfürsten: Regensburg im Spannungsfeld zwischen kirchlicher und weltlicher Macht“ eine historische Stadtführung mit Schauspiel- einlagen an. Einmal mehr wurde gezeigt, wie man aus einer eher trockenen Materie mit etwas Phantasie und persönlichen Engagement eine nette Abendveranstaltung zaubern kann.





Konnte man am Vorabend den Dom nur von außen bewundern, wurde man sich bei der Besichtigung am Konzilstag der Empfindungen bewusst, die vor allem den mittelalterlichen Menschen in beeindruckender Weise im Anblick der bedeutendsten Leistung der gotischen Baumeister in Bayern geradezu „erschlagen“ mussten. Eindrucksvoll waren die farbenprächtigen Glasfenster aus dem 13./14. Jahrhundert. Der Kreuzgang, einst Begräbnisstätte Regensburger Bürger und Domherren, wird vorrangig geprägt durch das gotische Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Die Allerheiligenkapelle, Mitte des 12. Jahrhunderts von oberitalienischen Bauleuten errichtet, ruft Erinnerungen an Ravenna wach.

Im Konzil, der jährlich in wechselnden deutschen Städten einberufenen Versammlung der deutschen Komturinnen und Komture sowie der nationalen Ordensregierung, wurden neben einigen anderen Beschlüssen die Projekte der Komtureien Regensburg (LAYEH heißt Gerechtigkeit, Unterstützung der St. Louis Clinic & Maternity in Kamerun) und Landshut (ANBU ILLAM, Waisenhaus für gehörgeschädigte Kinder in Südindien) zu großprioralen sozialen Projekten erhoben. Ausserdem wurde die neu erarbeitete Templerregel für den OSMTH Deutschland, die regula moderna nova, von der Regensburger Komturin Silvia Gross vorgestellt und von den Anwesenden in ihren Grundzügen beschlossen.




Während des im Anschluss an das Konzil stattfindenden ökumenischen Gottesdienstes in der evangelisch-lutherischen Bruderhaus- kirche St. Ignatius von Antiochien in Regensburg wurden vom Großprior des OSMTH Deutschland, Prof. Dr. Ortwin Giebel, drei Postulanten des Ordens (Obr. Erich Arbes, Obr. Dr. Nick Ngwanyam, Obr. Rainer Zollitsch) zum Ritter geschlagen sowie eine Postulantin (Osr. Florence Titu Manjong) zur Ordensdame erhoben. Dem Gottesdienst standen der alt-katholische Pfarrer von Regensburg Ralf Staymann sowie der ukrainisch-orthodoxe Protopresbyter Chev. Paul Echinger aus Köln vor. Die kirchliche Feier wurde umrahmt von Gesangseinlagen und Gemeindegesängen, die vor allem aus der anglikanischen Kirche stammten. Die Kollekte kam der St. Louis Clinic in Kamerun zugute.

Bei dem das Konzilswochenende abschließenden Dinner im Restaurant Rosenpalais, an dem etwa 50 Personen teilnahmen, ließ man sich dann von Graf Christian von Walderdorff bekochen, während man neue Kontakte knüpfte und bestehende Freundschaften vertiefte.

Besonders erwähnt werden soll, dass Gäste nicht nur aus Deutschland anwesend waren, sondern auch aus Belgien, Österreich, Polen und Kamerun angereist sind. Alles in Allem gesehen, eine äußerst gelungene Einbindung des Konzils in die Stätten und Gegebenheiten zur Zeit des historischen Ordens.


Obr. Armin Glötzl (KCTJ)




Internationales Frühjahrkapitel des Magistralen Rates in Tinley Park/Chicago (USA)

Datum: 20. Mai 2004
Dauer: 3 Tage

Vom 20. bis 23. Mai 2004 nehmen Teilnehmer aus USA und Gäste aus 12 Nationen an dem vom GP USA organisierten Grand Magistral Council Meeting in Tinley Park / Chicago, IL, USA teil.

Am Donnerstag, 20. Mai 2004, dem ersten Tag des Meetings, finden vor allem nationale Konferenzen statt. Die deutsche Delegation nutzt die Gelegenheit, nach Chicago zu fahren und die Stadt zu „begehen“. Besonders eindrucksvoll ist der krasse Gegensatz von älteren Hochhäusern und modernen Wolkenkratzern, von zeitlos schlichten Gebäuden und massiven Steinhäusern, die aussehen, als wären sie aus Europa importiert worden.

Abends nehmen die bereits anwesenden Ordensritter und Ordensdamen mit ihren Gästen gerne die Einladung der Organisatoren in den von einer europäischen Architektin entworfenen Bahnhof von Tinley Park an. In entspannter Atmosphäre treffen sich Freunde wieder und es werden neue Kontakte geknüpft.





Freitag, 21. Mai 2004-06-02

Der Tag ist ausgefüllt mit verschiedenen Treffen und es ist recht schwierig, jeweils rechtzeitig zu den Terminen in den entsprechenden Konferenzräumen zu sein.

Es beginnt mit dem Treffen der Grand Priors, bei dem über verschiedene globale Themen diskutiert wird. Zentrales Thema ist das internationale Treffen im nächsten Jahr in Jerusalem. Anwesend sind Vertreter aus USA, England, Finnland, Italien, Frankreich, Norwegen und Deutschland. Auf die Frage nach dem angekündigten Video von Büdingen, kommt die Antwort, dass dieses zur Zeit noch bearbeitet wird, aber in Kürze mit der Fertigstellung zu rechnen sei.

Bei dem anschließend stattfindenden Konzil berichten die Vertreter der Großpriorate Frankreich, Finnland, Deutschland, Italien, der NATO, England und Wales, Serbien, den USA, sowie der Priorate Schottland, Kanada, Norwegen und Belgien über ihre Aktivitäten und geben ihre aktuellen Geschäftsberichte bekannt.

Vom Großpriorat Deutschland wird das Programm des diesjährigen internationalen OSMTH-Herbstkonvents ausführlich vorgestellt und auf die aktuellen Veröffentlichungen auf der Homepage des OSMTH Deutschland hingewiesen.





Besonders erwähnenswert ist die Ankündigung des nächsten Frühjarsmeetings in England durch Simon Le Fevre. Dieses findet im nächsten Jahr in Marlow (Holiday Inn), etwa 25 Meilen westlich von London, statt. Der voraussichtliche Termin ist Ende April / Anfang Mai 2005.

Leo Thys, Belgien, berichtet stolz davon, dass es in seinem Land nun eine Komturei gibt, die unter dem Protektorat von GP Deutschland steht. Er berichtet auch von der zu erstellenden „Jerusalem-Deklaration“. Interessant ist auch sein Vortrag über das OSMTH-Archiv, das er als OSMTH Grand Archivist betreut.

Auch in diesem Forum wird nochmals das geplante Herbstmeeting 2005 in Jerusalem angesprochen.




Mit den Teilnehmern an der Dinner Cruise verlassen nach einer kurzen Mittagspause gegen 15 Uhr zwei Busse das Hotel zu der etwa einstündigen Fahrt nach Chicago.

Nachdem es den ganzen Tag recht schwül war, verdunkelt eine bedrohlich aussehende Wolkenwand den Himmel. Ein heftiges Gewitter zieht auf und bietet ein spektakuläres Schauspiel. Trotz des inzwischen heftigen Seegangs wird das Essen serviert. Der zunächst fröhliche Ausflug endet mit einer Tragödie. Einer der Gäste, Mike Armagani, verschluckt sich beim Essen. Als er aufsteht und sich an den Hals fasst, reagieren einige Fahrgäste in seiner Nähe und versuchen, ihm zu helfen. Doch sowohl die Bemühungen von Randal L Huizenga und Pat Rea’s Schwiegertochter Vicki als auch der von Dr. Fred Fedorchak mit einem Taschenmesser durchgeführte Luftröhrenschnitt können den Mann nicht retten und er stirbt wenig später im Krankenhaus. Wir haben eine großartige Persönlichkeit und einen großherzigen Bruder verloren.




Samstag, 22. Mai 2004-06-02

Für den Vormittag stehen weitere Meetings auf dem Programm. Das erste Grand Council Meeting wird von BG Patrick E. Rea, Grand Prior XIII USA geleitet, der unter anderem den bisherigen Grand Chancellor USA, COL David Nels Appleby, als seinen Amtsnachfolger vorstellt. Wie bekannt, im vergangenen Jahr anlässlich des Herbstmeetings in Büdingen unter anderem der zukünftige Großmeister RADM James J. Carey, sowie der zukünftige Grand Commander (BG Patrick E. Rea) und der Deputy Grand Commander (Prof. Dr. Ortwin Giebel) gewählt. Die offizielle Amtseinführung findet Mitte Oktober 2004 im Rahmen des internationalen Herbstmeetings in Mönchengladbach statt. Aus diesem Grund war es notwendig, dass BG Patrick Rea sein Amt als Grand GP USA niederlegte und mit COL David Nels Appleby der neue Grand Prior USA gewählt wurde.

In feierlichem Rahmen finden in der Tinley Park Reformed Church das Grand Convent und die Investitur statt. COL David Nels Appleby tritt sein Amt als Grand Prior XIV USA an. Außerdem werden zahlreiche Ritter und Damen des Ordens für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Im Anschluss daran werden alle Gäste mit Bussen zum Odyssey Country Club, wo das abschließende Grand Banquet and Dinner Dance stattfindet. Bei dieser Gelegenheit werden nochmals einige Danksagungen und Ehrungen ausgesprochen. Es ist ein festlicher Höhepunkt des hervorragend organisierten und durchgeführten Grand Council Meeting.



Sonntag, 23. Mai 2004-06-02

Abschließende unter der Leitung des neuen Grand Prior USA, COL David Nels Appleby, an dem die deutsche Delegation leider nicht mehr teilnehmen kann, da sie sich Mittags auf den Weg zum Flughafen machen muss.

Elke Bruns (DCTJ)




Rückblick

22. - 25. Oktober 2009

GMC 2009 in Lissabon


Veröffentlichungen

Buch: Der moderne Templerorden OSMTH

Die in diesem Buch vorgelegten unterschiedlichen Aspekte zum modernen internationalen Orden der Tempelherren belegen das ungebrochene Interesse