Rückblick 2003
Internationales Herbstkapitel des Großprioralen Rates in Büdingen (Deutschland)
Datum: 06. November 2003
Dauer: 3 Tage
Der diesjährige internationale Herbst- konvent des OSMTH fand zusammen mit dem nationalen Konvent des Großpriorates der USA in Büdingen statt, der Heimat des königlichen Protektors des Großpriorates, Prinzessin Elisabeth zu Ysenburg und Büdingen, Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg- Glücksburg. Ausrichter und Organisator war das amerikanische Großpriorat, das große Erfahrungen mit solchen Großereignissen hat. So war es auch nicht verwunderlich, dass für alle der über 250 angemeldeten Ordensritter und Ordensdamen aus 17 Ländern Übernachtungsmöglichkeiten in und um Büdingen organisiert werden konnten.
Viele der amerikanischen Mitglieder reisten schon einige Tage früher an, um in Ruhe die Altstadt von Büdingen besichtigen zu können. Engagierte Stadtführer und das gute Wetter zeigten den Besuchern ein mittelalterliches Büdingen wie auf Postkarten.
Neben den Sitzungen des Großprioralen Rates und der Fachgremien, waren am Freitag im Bürgerhaus von Büdingen die Berichte der Aktivitäten des amerikanischen Großpriorates und das nachfolgende Templerforum ein Höhepunkt, zu dem sich auch interessierte Bürger aus Büdingen einfanden.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bernd Luft und Prinzessin Elisabeth wurden die verschiedenen Projekte vorgestellt:
Prinz Ali Seraj, vom ehemaligen afghanischen Herrscherhaus, stellte seine Arbeit in Afghanistan vor. Mit viel Engagement und Fantasie konnte mit knappen Geldmitteln eine Schule in Kabul wieder aufgebaut, eingerichtet und mit der gesicherten Bezahlung der Lehrer der Schulbetrieb wieder eröffnet werden.
Die Arbeit von Prinz Steven Mengesha, vom ehemaligen äthiopischen Herrscherhaus, leidet unter der mangelnden internationalen Unterstützung, da Äthiopien momentan nicht in den Medien ist. Doch konnte durch die beständige Arbeit vor Ort gute Erfolge erzielt werden.
Rev. Canon White berichtete von seiner Arbeit mit Straßenkindern im Irak. Kinder, die durch den Krieg aus ihrem sozialen Umfeld gerissen worden sind, fanden in Rev. White wieder eine Vertrauensperson die versuchte, ihnen über die Religionsschranken hinweg eine Hoffnung zu geben.

Öffentliche Sitzung des Großprioralen Rates Großmeister, int. Großkommandeur und Großkanzler, links: Generalsekretär
Osr. Mary Borum, vom Priorat des Hl. Franziskus (Kalifornien), zeigte wie auch einfache Ordensmitglieder helfen können: \"Ihr\" Russischer Zug ist ein als Kirche umgebauter Eisenbahnwagon. Mit ihm und der Mithilfe der russischen Behörden ist es russischen Priestern wieder möglich, Gottesdienste in Gegenden Russlands zu halten, deren Kirchen durch die kommunistische Herrschaft zerstört worden sind.
Der Nachmittag stand im Zeichen des Templerforums \"Christians at Risk - Peoples of Faith\". Gerechtigkeit und Hoffnung war das Leitthema von Bischof Munib Younan, evangelikal-lutheranischer Bischof von Libanon und Palästina. In einer sehr emotionalen Rede sah er in der Gerechtigkeit, die sowohl den Palästinensern wie auch den Israelis widerfahren würde, die Chance für einen echten Frieden.
Pater Peter Vasko, Präsident der Franciscan Foundation for the Holy Land entwarf ein düsteres Bild über die Zukunft der christlichen Bevölkerung und appellierte an die Mitglieder des Ordens und die Zuhörer, das Heilige Land nicht durch die aktuellen Ereignissen im Irak zu vergessen.
Am Samstag wurden die Beschlüsse des Großprioralen Rates bekannt gegeben: Die Verantwortlichen der einzelnen Kommissionen legten ihre Berichte vor: So wurden auch die Berichte der drei UN-Delegationen, der Markenschutz- Kommission und der Finanzkommission von den Großprioren einstimmig angenommen. Brigadegeneral a.D. Patrick Rea stellte seinen Bericht der letztjährigen Reise ins Heilige Land vor und zog eine sehr positive Bilanz seiner Gespräche mit Vertretern verschiedener Kirchen, Religionen und Regierungsvertretern.
Die vom Groß-Marschall Oberst Fredrik S. Michelet (NATO-Priorat) aufgebaute norwegische Gruppe wurde als Priorat in den OSMTH aufgenommen. Der Antrag einer ukrainischen Gruppe unter Aleksander Yablonsky, als Priorat des OSMTH anerkannt zu werden, wurde mit dem Verweis auf die Erklärungen der Website des österreichischen Großpriorates des Malteser-Ritter-Ordens, einstimmig abgelehnt. Der Vorschlag des deutschen Großpriorates wurde angenommen, die guten Kontakte des deutschen Großpriorates zur ukrainisch-orthodoxen Kirche zu nutzen und ein ukrainisches Priorat aufzubauen.
Das Angebot von Jo Labonde (GP Deutschland) einen internationalen Jugendaustausch zwischen den Templerfamilien in der ganzen Welt zu fördern, wurde vom Großkommandeur Konteradmiral a.D. James Carey vorgestellt, ebenso die Kandidaten für die im nächsten Jahr anstehenden Wahlen: Für das Amt des Großmeisters wurde der Großkommandeur James Carey vorgeschlagen. Aus gesundheitlichen Gründen steht Sir Roy Redgrave für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Als Nachfolger für das Amt des Großkommandeurs wurde der amerikanische Großprior Patrick Rea nominiert. Wolfgang Odelga steht für eine zweite Amtszeit als stellvertretender Großkommandeur nicht mehr zur Verfügung. Für ihn wurde der deutsche Großprior Prof. Dr Ortwin Giebel nominiert. Die Wahlen werden im Herbst 2004 in Mönchengladbach stattfinden.
Große Soiree in Seefeld und Friedensmesse in Stams/Tirol (Österreich)
Datum: 26. September 2003
Dauer: 2 Tage
Die Souveränen Komtureien des Fürstentums Liechtenstein und des Bundlandes Voralberg, der Länder Tirol und Langobardia-Italien des internationalen, völkerverbindenden und humanitären Ordens vom Heiligen Geist luden am letzten Septemberwochenende zu einer großen Soiree in Seefeld und Friedensmesse in Stams/Tirol ein. Anlass war der 75. Geburtstag S.G. Josef Maria Köll, Abt des Zisterzienserstifts Stams und Groß- würdenträger des Ordens vom Heiligen Geist, sowie das 15jährige Bestehen der Souveränen Komtureien und der Souveränen Großkomturei, sowie des 15jährigen Amtsjubiläum ihres Großkomturs Reinhold Riegler.
Ehrengast war S.S. Patriarch Gregor III. Laham, der griechisch-katholisch-melkitischen Kirche.
Neben zahlreichen Gästen aus Österreich und Deutschland, war auch eine Delegation des Deutschen Großpriorates erschienen, unter der Leitung des Großpriors und S.E. Metropolit Andrij, der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Während des Empfangs traf S.S. Patriarch Gregor III. den Deutschen Großprior zu einem kurzen, aber herzlichen Gespräch. Dabei erklärte Seine Seligkeit zum wiederholten Mal und vor Zeugen, dass er zu keiner Zeit, weder schriftlich noch mündlich, das Patronat über eine Templerorganisation (Rindgruppe) übernommen habe und es auch nicht übernehmen werde.
Eindrucksvoller Höhepunkt war die Friedensmesse in der Basilika des altehrwürdigen Zisterzienserstifts zu Stams. Neben den Ritterorden der Templer und des Heiligen Geistes machten auch noch einige Schützenkompanien aus dem Alpenland dem Jubilar S.G. Abt Josef Maria Köll ihre Aufwartung. Zelebriert wurde das Hochamt vom Jubilar selbst, in dessen Rahmen auch vier Mitglieder des Templerordens zu Rittern geschlagen wurden.
Prof. Dr. Ortwin Giebel
Konvent des NATO-Großpriorates in Maastricht (Niederlande)
Datum: 20. Juli 2003
Dauer:
Am 20. Juli lud das Nato-Großpriorat zu einem Konvent in Maastrich (Niederlande) ein. Nach einer kurzen informellen Sitzung, in der auch die bisherigen karitativen und humanitären Aktionen des Jahres 2003 vorgestellt wurden, folgte die Investitur von Damen und Rittern aus verschiedenen Nato-Ländern. Der Großprior des NATO-Großpriorates, Brigadegeneral Richard S. Flahavan, verlieh außerdem noch Orden an verdienstvolle Mitglieder des Ordens.
Während der Sitzung begrüßte GP BG Richard Flahavan die Abordnung des Deutschen Großpriorates und dankte dem deutschen Großprior, Prof. Dr. Ortwin Giebel, ausdrücklich für die dem NATO-Priorat damit erwiesene Aufmerksamkeit.
Abgeschlossen wurde der Konvent mit einem Banquet im Kasteel DE HOOGENWERTH.
Besuch des Metropoliten Andij der ukrainisch-orthodoxen Kirche
Datum: 17. Mai 2003
Dauer:
Anläßlich eines Deutschlandbesuches des Metropoliten der ukrainisch-orthodoxen Kirche, traf S.E. Andrij am 17. Mai auf Burg Ingenhoven Vertreter verschiedener Komtureien unseres Ordens. Gewürdigt wurde u. a. ihre Unterstützung an den Kosten der Kathedrale von Lviv (Lemberg).
Wegen der in der Vergangenheit geleisteten Hilfen für die Menschen in der Ukraine wurden verschiedene Damen und Ritter mit dem Orden des heiligen Michael ausgezeichnet. Dieser Orden ist der höchste patriarchalische Orden, der keine Abstufung kennt.
Aufgrund seiner unermüdlichen Sorge um die Menschen in der Ukraine, der von ihm unterstützeten Hilfsleistungen und seinen besonderen Verständnis für die Ökumene wurden S.E. Metropolit Andrij die Ehrenritterschaft vom Großprior Prof. Dr. Ortwin Giebel verliehen.
Internationales Frühjahrskapitel des Magistralen Rates in Turku (Finnland)
Datum: 24. April 2003
Dauer: 3 Tage
Versammlung des Großmagistralen Rates
Investitur





























